Stickstoffmonoxid, ein wichtiges Molekül für den Körper

Chemische Elemente

Stickstoffmonoxid findet sich, wenn es freigesetzt ist, im ganzen Organismus wieder.

Es ist ein Gas, welches aus Stickstoff und Sauerstoff besteht, seine Strukturformel lautet NO. Stickstoffmonoxid ist einer der kleinsten und sich sehr schnell verflüchtigenden Botenstoffe im Körper.

Bildung des Stickstoffmonoxids

Botenstoffe, z.B. Hormone, dienen der Informationsübertragung im Körper und sind an Regulierungsprozessen des Stoffwechsels und des Organismus beteiligt.

Stickstoffmonoxid wird durch das Enzym NO-Synthase gebildet. Die NO-Synthase bezeichnet ein Enzym, welches sich durch seine Einweißzusammensetzung und physikalischen Eigenschaften auszeichnet. Bekannt sind mehrere unterschiedliche Zusammensetzungen der NO-Synthase, d. h. die in den Proteinen enthaltenen Aminosäureketten sind unterschiedlich angeordnet. Die unterschiedliche Anordnung lokalisiert die Bildung von NO in unserem Körper.

 

Verschiedene NO-Synthasen

So sind die eben beschriebene endotheliale NOS, die neuronale NOS und die induzierte NO-Synthase bekannt. Die ersten beiden sind ständig laufende Prozesse, die iNOS wird erst durch bestimmte Faktoren gebildet, also induziert.

Bei der endothialen NO-Synthase hält eine regulierte Bildung von Stickstoffmonoxid in unserem Körper die Gefäßwände entsprechend weit, so dass ein konstanter Blutdruck vorherrscht. Es bilden sich keine weißen Blutkörperchen an den Gefäßwänden, auch findet kein Verkleben von Thrombozyten statt. Es herrscht ein stabiles Gleichgewicht der Blutgefäße vor, die sogenannte vaskuläre Homöostase.

Ferner reagiert der Botenstoff NO durch an anderer Stellen gebildete NO-Synthasen auf verschiedene Organe unseres Körpers.

So geschieht in den Nervenzellen die sogenannte neuronale NO-Synthase, hier wirkt NO als Neurotransmitter.

Die induzierte NO-Synthase wird aktiviert, wenn sich im Körper Entzündungsprozesse in Gang gesetzt haben. Das hier frei gesetzte Stickstoffmonoxid reguliert die Immunabwehr und versucht die Krankheitserreger abzuwehren.

 

Stand der Forschungen zu Stickstoffmonoxid

Forschungen bezüglich der Wirk- und Aktivierungsweise von Stickstoffmonoxid sind noch recht jung. Ein Meilenstein in der Stickstoffmonoxidforschung war die Ernennung zum Molekül des Jahres 1992 durch die Fachzeitschrift „Science“.

Einen Höhepunkt markierte im Jahre 1998 die Prämierung dreier Pioniere der NO-Forschung Robert F. Furchgott, Louis j. Ignarro und Ferid Murad für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse mit dem Nobelpreis für Physiologie und Medizin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stickstoffmonoxid

http://de.wikipedia.org/wiki/NO-Synthasen

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8002439.html