Die Entdeckung des Arginins und seiner heutigen Verwendung

Entdeckung Arginin

Seine große Bekanntheit verdankt die Aminosäure L-Arginin (L-, da die Aminosäure linksdrehend ist) als wesentlicher Bestandteil der Stickstoffmonoxidbildung im Körper durch den im Jahre 1998 vergebenen Nobelpreis für Medizin an  Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad. Sie erhielten den Preis für ihre Forschungen über den Zusammenhang von Stickstoffmonoxid und dem Herz-Kreislaufsystem.

L-Arginin ist die Vorstufe zum Stickstoffmonoxid. Stickstoffmonoxid ist ein Botenstoff der die Blutgefäße weitet, eine Verklumpung von Blutplättchen und Verkalkung der Gefäße verhindert sowie für eine bessere Durchblutung und einen normalen Blutdruck sorgt.

 

Historisch und biochemisch gesehen ist Arginin indirekt schon früher mit Alfred Nobel (Nobelpreisstifter und Erfinder des Sprengstoffes) in Verbindung getreten. Zu seinen Lebzeiten litt Nobel unter einer Herzerkrankung, ihm wurde das zur damaligen Zeit gängige Mittel Nitroglycerin verabreicht. Nitroglycerin setzt ebenfalls Stickstoffmonoxid frei. Biochemisch liegen Stickstoffmonoxid (NO), Arginin (NO 2) und Nitroglycerin (NO 3) sehr nahe beieinander. Der Name „Arginin“ leitet sich aus dem lateinischen Wort argentum = Silber ab. Silber deshalb, da in den ersten Studien die Aminosäure Arginin zunächst als Silber-Salz isoliert werden konnte.

Arginin im Körper

Die Aminosäure L-Arginin kann durch Nahrung zugeführt, wie auch im Harnstoffzyklus aus Carbamoylphosphat, L-Ornithin und L-Aspartat gebildet werden.

Der Bedarf an im Körper ist sehr schwankend und kann in unterschiedlichen Lebensphasen wie auch bestimmten körperlichen Zuständen nicht ausreichend gedeckt sein. In diesem Wissen beschäftigten sich zahlreiche Studien damit, wie Arginin positiv als Supplement bei körperlichen Beschwerden oder in Wachstumsphasen optimal verabreicht werden kann. Zum heutigen Zeitpunkt wird zur Verbesserung des Herz-Kreislaufsystems eine Kombination von Arginin mit Vitalstoffpräparaten wie B12, B6 und B9 empfohlen. Die zusätzlichen Vitalstoffe verlangsamen den Abbau der Aminosäure und erhalten so länger den Effekt des Arginins und seines Nutzens für die Stickstoffbildung.

 

Weitere Links:

http://www.horusmedia.de/2011-arginin/arginin.php

http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1998/illpres/index.html

http://de.wikibooks.org/wiki/Lehrbuch_der_Biochemie:_Biomolek%C3%BCle:_Aminos%C3%A4uren