Was sind Aminosäuren und wofür sind sie wichtig?

Aminosäure Entschlüsselungstabelle

Heute geht’s chemisch zu. Wir tauchen in die Welt der Moleküle ein und wenden uns den Aminosäuren zu, zu denen auch Arginin gehört.

Was aber ist eine Aminosäure und wo kommt sie vor?

Aminosäuren kommen hauptsächlich als Bestandteile von Proteinen vor, die sogenannten proteinogenen Aminosäuren.

Proteine  machen neben Wasser den Hauptanteil des Körpergewichts aus. Sie sind von allen benötigten Grundsubstanzen im menschlichen Organismus an den meisten Prozessen beteiligt, daher existieren eine Vielzahl an unterschiedlichen Proteinzusammensetzungen im menschlichen Körper. Sie sind wichtig für den Aufbau und Erhalt des Gewebes, der Organe, Sehnen, Muskeln, Knochen, Haut, Haare, Nägel, etc.

 

Bestandteile und Vorkommen der Aminosäuren

Schaut man sich die Proteine genauer an, so können sie in deren Bestandteile die sogenannten Aminosäuren zerlegt werden. Eine Kette von mehr als 100 Aminosäuren ergibt ein Protein.

Eine Aminosäure besteht aus Wasserstoff (H), Stickstoff (N), Sauerstoff (O) und Kohlenstoff (C). Es gibt 20 Aminosäuren, die in den Proteinen vorkommen. Daneben existieren, bis heute entdeckt, ca. 250 nicht-proteinogene Aminosäuren.

Proteinogene Aminosäuren werden zu einem geringeren Teil durch die Nahrung aufgenommen und zum großen Teil mittels Synthese durch den Körper selbst produziert.  Sie sind an der Bildung von Hormonen, an der Insulinausschüttung, an der Bildung des mengenmäßig größten Proteins „Kollagen“, sowie an Reparationen von Organen beteiligt.

 

Unterschiedliche Aminosäurengruppen

In der Verfügbarkeit unterscheiden sie sich in 2 bzw. 3 Gruppen.

Erstere bezeichnet den Typ der essentiellen Aminosäure, dieser Typ wird durch die Nahrung aufgenommen. Die aufgenommenen Proteine werden als Aminosäuren während der Verdauung im Darm freigesetzt und verstoffwechselt, wandern via Blut in die Leber und bilden dort neue Proteinverbindungen. Durch Synthese im menschlichen Körper wird die zweite Gruppe der „nicht-essentiellen“ Aminosäuren gebildet.

Eine dritte Untergruppe bilden die semi-essentiellen Aminosäuren – darunter fällt auch der Hauptakteur dieses Blogs: Arginin.

Diese semi-essentiellen Säuren werden in Wachstumsphasen des Menschen oder besonderen körperlichen Zuständen (Schwangerschaft, Stillzeit, Krankheit oder Leistungssport) benötigt. In dieser Zeit werden sie essentiell und mehr benötigt als durch die natürliche Synthese im Harnstoffzyklus hergestellt werden kann. So muss z.B. Arginin, welches unter die semi-essentiellen Aminosäuren fällt, zusätzlich durch spezielle Nahrung und / oder Ergänzung als Supplement zugeführt werden.

Ebenso wirken sich psychische Belastungen (Stress, Depression, etc.) oder Essgewohnheiten auf den Bedarf an verschiedenen Aminosäuren aus.

 

Übersicht der 20 bekannten proteinogenen Aminosäuren

Essentielle Aminosäuren Nicht- essentielle Aminosäuren Semi-essentielle Aminosäuren
Isoleucin Alanin Arginin
Leucin Asparagin Histidin
Lysin Asparaginsäure
Methionin Cystein
Phentylalanin Glutamin
Threonin Glutaminsäure
Tryptophan Glycin
Valin Prolin
Serin

 

Weitere Links:

http://www.apotheken-umschau.de/Krankheiten/Aminosaeuren-80051.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Aminos%C3%A4uren

http://de.wikibooks.org/wiki/Lehrbuch_der_Biochemie:_Biomolek%C3%BCle:_Aminos%C3%A4uren