Arteriosklerose und Arginin

Arteriosklerose-Darstellung

Welcher positive Zusammenhang besteht zwischen der Aminosäure Arginin und der Arteriosklerose? Welche Eigenschaften des Arginins bewirken einen positiven Einfluss auf die Krankheit, die der Volksmund auch als „Arterienverkalkung“ bezeichnet?

Bevor auf die Wechselwirkung zwischen der Aminosäure Arginin und der Arteriosklerose eingegangen wird, sollte Arteriosklerose zunächst definiert werden.

 

Was ist Arteriosklerose?

Die Ursache von Arteriosklerose sind verengte Gefäße, die durch Ablagerung von Blutplättchen an den Gefäßinnenwänden zu Stande kommen. Die Bestandteile der Ablagerungen sind eine Mischung aus Fett und Kalk, man nennt dies auch Plaque.

Haben sich erst einmal Ablagerungen an den Innenwänden angehaftet, so setzt sich eine Kettenreaktion in Gang, die nur schwer aufzuhalten ist. Folgen dieser Verengungen sind ein verminderter Blutfluss und verminderte Sauerstoffzufuhr, welche zu Durchblutungsstörungen führen. Dadurch können beispielweise die Beine durch Kalkablagerungen nicht mehr ausreichend mit  Blut und Sauerstoff versorgt werden, das in der Praxis zu häufigen Zwischenstopps beim Gehen auf Grund von Schmerzen in Beinen und Füßen führt. Weitere Symptome sind z. B. Erektionsstörungen bei Männern oder die  Einschränkung kognitiver Gehirnleistungen.

Im schlimmsten Fall können die Gefäße ganz verstopfen und so zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

 

Risikofaktoren für eine Arteriosklerose

Risikofaktoren für eine Arteriosklerose sind Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, schlechte Blutfettwerte, mangelnde Bewegung, kalorien- und fettreiche Ernährung, Stress und Rauchen.

 

Wie kann dieser Krankheit vorgebeugt werden, hat die Aminosäure Arginin damit zu tun?

Arginin ist die Vorstufe zu Stickstoffmonoxid, welches durch die NO-Synthase gebildet wird und für Gefäßweitstellung und somit ausreichende Durchblutung sorgt. Ein Mangel an Arginin führt  zu einer geringeren Bildung von Stickstoffmonoxid und damit auf lange Sicht zu einer Gefäßverengung. Ist nun der Argininspiegel hoch, bzw. bildet der Körper genügend Arginin, kann auch genügend Stickstoffmonoxid gebildet werden, welches durch die Gefäßerweiterung z.B. die Durchblutung des Herzens verbessert, den Blutdruck senkt und die Sauerstoffzufuhr in die Gefäße erhöht.

 

Tipps zur Vorbeugung einer Arteriosklerose

Kommt zu einer argininreichen (Nüsse, Hülsenfrüchte) und ausgewogenen Kost (Ballaststoffe, Obst und Gemüse) noch ausreichend Bewegung dazu und kann ein normales Körpergewicht gehalten werden, kann die Arteriosklerose erst einmal in  ihre Schranken verwiesen werden, bzw. deren Entstehung mit dem Alter verzögert werden.

 

 

Studien und Übersichtsarbeiten zu Arteriosklerose und Arginin

http://www.med.uni-magdeburg.de/fme/institute/ikp/publikationen/publikationen2006/perfusion_92.pdf

http://www.zaen.org/download/artikel/aefn_1004_l-arginin.pdf

 

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